Vom Beuthenfall zum Großen Winterberg

Der imposante Frienstein mit der über einen enorm ausgesetzten Pfad erreichbaren Idagrotte ist das Hauptziel dieser Wanderung. Noch relativ am Anfang gelegen, liegt das Gros des Anstiegs, der zu absolvieren ist, dann bereits hinter einem, sodass die Aussichten am Gleitmannshorn und (optional) Kipphorn und Winterstein zwar noch etliche Strecken- aber nur relativ wenige Höhenmeter erfordern und... es lohnt sich!

Schmilkaer Stiegenrunde

Darf die Gangart etwas härter sein? In Anbetracht der geringen Streckenlänge mag die Frage irritieren, ein Blick auf das Streckenprofil jedoch lässt harte Passagen erahnen. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unabdingbar, um die teils schmalen und extrem ausgesetzten Pfade auf der oberen Terrasse der Sandsteinriffe sicher zu begehen. Die Rübezahlstiege stellt nicht minder hohe Anforderungen. Für die Strapazen entlohnen dann Aussichten, die nicht jeder zu Gesicht bekommt...

Durch das Paulinental zum Marienfels

Ein unter Naturschutz stehendes Flusstal, das von den Touristenströmen verschont ist. Ein ehemaliges Jagdschloss, das die Besucherscharen anzieht. Und gleich mehrere imposante Aussichten, wo Einsamkeit kaum, Begeisterung jedoch umso mehr zu erwarten ist. Unsere Wanderempfehlung durch die "hintere" böhmische Schweiz lässt kaum Wünsche offen, zumal die Option zur Halbierung der Strecke besteht...

Von Krippen nach Königstein

Je nach Kondition und Motivation kann der Anspruch der Wanderung nach gusto justiert werden. Steigen die gesammelten Höhenmeter mit Überschreitung eines jeden der am Weg liegenden Tafelberge rasant, summieren sich die Längenmeter beim Ansteuern eines jeden Aussichtspunkts zu einem beachtlichen Bonus. Aber selbst in der Sparversion ist der Anspruch der Strecke nicht zu unterschätzen.

Brandrunde

Waldbrände müssen in in früheren Zeiten regelmäßig auf dem Plateau zwischen Polenz, Tiefem Grund und Hohnstein gewütet haben - so zumindest erklärt man sich die Abstammung des Namens. Heute lässt sich "Brand" bestens in der gleichnamigem Baude löschen und das an einer der berühmtesten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Und in strengen Wintern lockt die Wanderung mit gänzlich anderen Reizen. Die Polenz friert zu, die Hänge sind vereist und in den Grotten der Terrasse bilden sich beeindruckende Eiszapfen. Der Anspruch der Wanderung lässt sich durch Abkürzungen deutlich reduzieren - wir gehen in der Beschreibung darauf ein.

Zwischen Vysoká Lípa und Mezní Louka

Eine kurze und kurzweilige Rundwanderung vereint so interessante Ziele wie die Ruine der Burg Šaunštejn, das wenig bekannte und dennoch bizarre Kleine Prebischtor und das versteckte ehemalige Jagdschlösschen Zámeček. Lohnende Abstecher zum Zámecký vrch (Schlossberg) oberhalb von Vysoká Lípa (Hohenleipa) und durch den Soorgrund ins Tal der Kamenice bis hin zur Kahnpartie der Wilden Klamm verlängern die Tour nur unwesentlich, das Erlebnis jedoch umso mehr.

Auf den Růžovský vrch

Zweifellos ist er der formschönste Vulkan und - innerhalb der Nationalparkgrenzen - auch die höchste Erhebung. Der Růžovský vrch dominiert die Landschaft und wird dennoch kaum aufgesucht. Abgeschiedenheit und Ruhe sind garantiert. Zumindest auf dem ersten Teil der Wanderung, bevor sie mit Srbská Kamenice, einer Ortschaft mit zahlreichen Fachwerkhäusern, in eine touristisch erschlossene Region eintauchen. Die Ruinen von Dolsky Mlyn sorgen zum Abschluss für den passenden Kontrast - dass sie dort allein sein werden, scheint nahezu ausgeschlossen.

Labyrinth und Spanghorn

Das steinerne Labyrinth ist mit Abstand das bekannteste Ziel in den Nikolsdorfer Wänden. Der alleinige Besuch ist garantiert lohnend aber als Wanderung arg kurz. Deshalb führt die Runde weiter zum unbekanntesten Tafelberg der Sächsischen Schweiz, dem Bernhardstein. Und wem sind schon die Aussichten am Stelzchen und Spanghorn geläufig?

Zu den Pohlshörnern

Die Neumannmühle ist das Einfallstor zur Hinteren Sächsischen Schweiz. Doch die Schar der Besucher strömt in das Tal des Großen Zschands. Nur wenige Touristen "verirren" sich zum Arnstein. Und die Pohlshörner - die sind nahezu unbekannt, obwohl die Aussichten eine ungewohnte und lohnende Perspektive auf die Flanken des Winterberges bieten.

Vom Elbtal zum Böhmischen Tor

Nahezu aussichtlos. Nahezu menschenlos. Eine Wanderung (vor allem) für Tage, an denen sich andernorts die Touristen auf die Füße treten. Oder für heiße Tage, an denen die Abkühlung dichter Wälder und enger Schluchten die Lethargie zu überwinden hilft. Es sind Details am Rande, die (nur) dem aufmerksamen Besucher Abwechslung bescheren.

Rund um Berggießhübel

"Weder Fisch noch Fleisch", meint der Geologe. Zum Osterzgebirge zählt die Gegend nicht und auch nicht zum Elbsandstein. Obwohl mehr Sandstein den Weg säumt als in einigen Ecken der Sächsischen Schweiz. Die Wanderung verläuft im Elbtalschiefergebirge, einer Zone des Übergangs zwischen beiden Gebirgsformationen. Der Kletterer muss hier her, will er die oft bescheidenen Gipfel am Rande der Sandsteinplatte sammeln. Der Wanderer könnte hierher, um eine ruhige und abwechslungsreiche Gegend zu erkunden.

Rund um die Grundmühle (Dolský Mlýn)

Die romantischen Flusstäler der Böhmischen Schweiz galten unter Wanderern lange Zeit als Geheimtipp für einsame Unternehmungen. Und das trotz einer überaus attraktiven und abwechslungsreichen Landschaft. Das Wegenetz rund um die Ruinen der Grundmühle im Tal der Kamenice bietet reichhaltige Möglichkeiten für Wanderungen beliebiger Länge und für jeden Anspruch. Die nachfolgende Route startet in Vysoká Lípa (Hohenleipa) und führt über Dolský Mlýn (Grundmühle), Všemily (Schemmel), Jetřichovice (Dittersbach) in 5-6h zurück zum Ausgangspunkt.

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