Zwischen Ochel und Schwarzbachtal

Ruhe gesucht? Hier ist Ruhe garantiert! Das Sebnitztal spendet nicht nur Schatten sondern fristet touristisch ein Schattendasein. Und das liegt sicher nicht an landschaftlichen Defiziten. Goßdorfer Raubschloss und Hankehübel wären echte Höhepunkte einer jeden Wanderung. Und abseits von Waitzdorfer Aussicht und Schänke ist die Ochel eine Oase der Einsamkeit, der Rückweg durch den wild-romantischen Kohlichtgraben krönt einen abwechslungsreichen Ausflug.

Böhmische Felsenburgen

Adlerhorsten gleich flankierten einst mehrere Felsenburgen die Handelsrouten der böhmischen Schweiz. Von den einstigen Rückzugsorten der Wegelagerer hoch oben auf den schwer zugänglichen Gipfelplateaus geht heutzutage keine Gefahr mehr aus, sieht man vom klettertechnischen Risiko einer Ersteigung des Falkenštejn einmal ab, das Entdecken der alten Spuren der Anlagen entwickelt eine eigene Faszination...

Von Hřensko zum Prebischtor

Das Prebischtor ist die Bastei der Böhmischen Schweiz. Ein Wunder der Natur. Ein Touristenmagnet. Nur ein Zugang durch die "Hintertür", der, analog zum Sprint vom Parkplatz zur Bastei, bequem zum Ziel führt -- ein solcher existiert hier nicht. Das Gros der Besucher steigt von Hřensko hinauf oder wählt den weiten Gabrielensteig ab Mezní Louka, um über denselben Weg zurück zum Ausgangspunkt zu wandern. Unser Vorschlag kombiniert beide Strecken und spendiert einen weiteren Höhepunkt: eine Kahnpartie durch die Edmundsklamm!

Vom Elbtal zum Böhmischen Tor

Nahezu aussichtlos. Nahezu menschenlos. Eine Wanderung (vor allem) für Tage, an denen sich andernorts die Touristen auf die Füße treten. Oder für heiße Tage, an denen die Abkühlung dichter Wälder und enger Schluchten die Lethargie zu überwinden hilft. Es sind Details am Rande, die (nur) dem aufmerksamen Besucher Abwechslung bescheren.

Zschirnsteine

Eine Pause vom Trubel an den Touristenmagneten gefällig? Dann sind die Wege in den Wäldern rund um den Großen Zschirnstein, mit 561m die höchste Erhebung der Sächsischen Schweiz, womöglich eine gute Wahl. Einsamkeit können wir nicht garantieren, aber wohl an wenigen Ecken der Region ist die Wahrscheinlichkeit hierfür höher. Auf landschaftliche Reize werden sie nicht verzichten müssen, nur die Wege zu diesen sind halt etwas weiter...

Zum Königstein und Lilienstein

Dominant ragen die beiden Tafelberge Königstein und Lilienstein empor, von zahlreichen Aussichtpunkten der Sächsischen Schweiz sind sie sichtbar. Beliebt sind sie und oft überlaufen, weshalb  unser Wandvorschlag einsame Wege bevorzugt, um sich den Touristenmagneten zu nähern. Gelegenheiten, sich vom Trubel zu erholen, gibt es reichlich... Die Streckenführung kann leicht um etliche Höhen- und Weitenmeter reduziert werden, indem bspw. auf die Besteigung der Tafelberge verzichtet oder ab Stadt Königstein die S-Bahn zur Rückreise genutzt wird. Eine durchaus empfehlenswerte Erkundung der Festung verlängert hingegen die Strecke, ohne weitere Anstiegsmeter zu addieren.

Zum Hinteren Raubschloss

Nur kurz tangiert unser Wandervorschlag mit dem Winterstein (Hinteres Raubschloss) einen stark frequentierten Ort. Wären die Leitern nicht, die durch Kamine den Aufstieg ermöglichen, so bliebe der Gipfel den Kletterern vorbehalten. So aber bietet sich ein dem Wanderer zugänglicher Punkt mit den besten Rundsichten auf große Teile der Hinteren Sächsischen Schweiz. Dem kaum nach steht die wenig bekannte Aussicht am Teichstein, hoch aufragend über dem Tal des Großen Zschands.

Die kleinen Tafelberge

Formvollendet erhebt sich der Zirkelstein über die Ebene. Vielen gilt er als schönster Tafelberg, auch wenn er bez. seines Umfangs einer der Kleinsten ist. Die drei Zacken der Kaiserkrone, durch Klüfte getrennte Felstürme, erheben sich zwar nur unwesentlich über den Baumwipfeln, ermöglichen von ihren leicht zu erklimmenden Gipfeln dennoch lohnende Aussichten. Eine kleine Runde mit großem Erlebniswert.

Zwischen Groß- und Wildenstein

Greifbar nah erscheint der Hausberg vom Großstein aus, getrennt vom tiefen Kirnitzschtal, dessen Talsohle sie auf dieser Wanderung zweimal durchschreiten. Mit Einsamkeit können sie am Großstein rechnen; am Kuhstall "hinterm" Hausberg jedoch ist Trubel der Normalzustand. Es ist kein Zufall, dass das größte Felsentor der Sächsischen Schweiz sich zu einem beliebten Wanderziel entwickelt hat...

Von Königstein zum Pfaffenstein

Als Halbtageswanderung geplant, halten die aufgesuchten Ecken genügend Potenzial für Verlängerungen bereit. Bereits der zwar bez. des Umfangs größte und dennoch kaum frequentierte Tafelberg der Sächsischen Schweiz, der Quirl, lässt die gesammelten Kilometer bei einer Umrundung merklich anschwellen. Und der markante und mit den meisten Klettergipfeln flankierte Pfaffenstein lässt sich unmöglich an einem einzigen Tag vollständig entdecken.

Tissaer Wände (Tiské stěny)

Kinder und Wandern sind wie Feuer und Wasser und pflegen häufig eine wahre Antipathie. In den Tissaer Wänden jedoch werden sich ihre Sprösslinge auf einem überdimensionierten Spielplatz anstatt auf einer Wanderung wähnen. Kleiden sie sie in alte Klamotten und ihr Nachwuchs wird begeistert das Labyrinth erkunden, das die zerklüfteten Felsen formen. Und sie werden die Begeisterung teilen, spätestens beim Sudové světlé Zlatopramen in der Turistická chata.

Labyrinth und Spanghorn

Das steinerne Labyrinth ist mit Abstand das bekannteste Ziel in den Nikolsdorfer Wänden. Der alleinige Besuch ist garantiert lohnend aber als Wanderung arg kurz. Deshalb führt die Runde weiter zum unbekanntesten Tafelberg der Sächsischen Schweiz, dem Bernhardstein. Und wem sind schon die Aussichten am Stelzchen und Spanghorn geläufig?

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