Länge/Dauer: 6 km
Dauer 2-3h
Profil Leicht, 100 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Atelier Pol Cassel (Ruine), Skulpturen im/am Wehlener Steinbruch, Kleine Sächsische Schweiz
Aussichten Wilkeaussicht
Einkehrmöglichkeit Dorf Wehlen (mehrere), Stadt Wehlen (mehrere)
Anfahrt Auto, S-Bahn (Beginn an Wilkeaussicht, die von Wehlen in 20 min erreicht ist)

Steinbrüche sind in der Sächsischen Schweiz allgegenwärtig. Insbesondere im Elbtal hat die Steingewinnung die Landschaft nachhaltig verändert. In privater Initiative entstand zwischen Wehlen und Zeichen ein historischer Steinbruchpfad, den wir in die nachfolgend beschriebene Wanderung integrieren.

Aufgrund der teils recht schmalen Pfade ist die Wanderung nach langen Regenperioden nicht zu empfehlen, es könnte rutschig werden...

In der Beschreibung gehen wir von der Anreise per Pkw aus. Ein größerer Parkplatz befindet sich in Dorf Wehlen etwa 300m "unterhalb" der Kleinen Sächsischen Schweiz. Bei Anreise per S-Bahn ist mit der Fähre (350m ab Bahnhof) überzusetzen und dem Radweg elbabwärts zu folgen, bis nach einer kleinen Senke (nach ca. 800m) rechterhand eine Ausschilderung die Richtung zur Wilkeaussicht (nochmals ca. 400m ansteigendes Terrain) weist.

Beginnend am Parkplatz geht es über die Vorwerkstraße bergan und gleich nach dem letzten Grundstück nach links über das Feld zum Waldrand. Diesem folgen wir bis der Pfad in den Taleinschnitt des Wilkebachs führt. Nur gut 100m sind es bis zur Wilkeaussicht mit Blick auf Stadt Wehlen, die Weißen Brüche mit der Bastei und dem westlichen Ausläufer des Rauensteins.

Lässt die Qualität des Pfades aufgrund der Witterung zu wünschen übrig, kann der Forsetzung der Vorwerkstraße gefolgt werden. Nach etwa 1.5km wird der Steinbruchpfad in Höhe des alten Steinbruchs erreicht. Über selbigen kann bis zur Wilkeaussicht (1km) vorgedrungen werden.

In westlicher Richtung folgen wir dem Steinbruchpfad, der eben am Hang unter längst stillgelegten Brüchen (Privatland!) verläuft. Immer wieder stoßen wir auf das Symbol des Pfades, einem Schleifstein mit Richtungspfeil, das an Bäumen oder Mauern gezeichnet oder in kleine Steinsäulen getrieben wurde.

Am technischen Denkmal der "Alten Steinsäge" treffen wir auf eine Sammlung von Gerätschaften rund um das beschwerliche Handwerk des Steinbrechers.

Noch vor dem Steinbruch sehen wir eine aus einem Felsen modellierte Hand, eine von mehreren Skulpturen, die 2005 von Steinmetzen erschaffen wurden und, teils im Gestrüpp versteckt, das Gelände bereichern. Offiziell ist das Betreten des Steinbruchs untersagt, aber ein Abbau findet schon lange nicht mehr statt und mit etwas Umsicht sollte die Besichtigung gefahrlos möglich sein.

Auf dem Weiterweg sind die alte Friedrichbrücke und der Durchgang am Bremsberg nicht zu verfehlen, etwas Aufmerksamkeit ist hingegen erforderlich, um die zahlreichen Steinbruchnummern zu entdecken, die die "Reviere" abgrenzten. Wir passieren ein größeres Feld mit liegengelassen Mühlsteinrohlingen, bevor die Ruine einer Hütte erreicht wird, die als Atelier Pol Cassel zu den bekannteren Steinbrecherhütten zählt.

Der Qualität des Pfades lässt nun nach. Trockenheit vorausgesetzt, könnte man sich nahe am Feldrand halten, später diesem direkt folgen bis auf der Ebene rechterhand der Weiterweg deutlich zu erkennen ist. Die Senke rechts umgehend spart man einige Meter. Oder man folgt dem Steinbruchpfad bis zur Himmelsleiter, folgt der Treppe nach oben und dem dortigen Weg auf die Ebene. Der sich verbreiternde Weg führt rechtshaltend zurück nach Dorf Wehlen. Oberhalb des Ortes läuft man nach rechts bis zur Vorwerksstraße, die links hinab zum Ausgangspunkt leitet.

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