Länge 11,2 km
Dauer 3-4 h
Anspruch Normal, 290 Hm Zum Höhenprofil
Sehenswertes Obere Schleuse, Bärenhöhle, Mäander der Kirnitzsch
Aussichten keine Markanten
Einkehrmöglichkeit Rindenhütte an der Oberen Schleuse
Anfahrt PKW, Parkplatz an der Buchenparkhalle

Die landschaftlichen Reize des oberen Kirnitzschtals haben diesen abgelegenen Winkel zu einem beliebten Ausflugsziel werden lassen. Bereits seit 1879 existiert die Kahnpartie an der oberen Schleuse und wenn sie Interesse daran haben, dann lässt sich diese perfekt in die beschriebene Wanderung integrieren. Wird üblich über das Hermannseck der Rückweg eingeleitet, so besucht unsere Empfehlung weitere hübsche Ecken wie die Bärenhöhle und die zahlreichen Mäander der Kirnitzsch.

Die Anreise mit öffentlichem Personennahverkehr ist ebenso möglich, allerdings mit erheblichem (zeitlichen) Mehraufwand. Aus Richtung Dresden erfolgt die Anreise mittels S-Bahn; ab Bad Schandau fahren die Buslinien 241 und 260 nach Hinterhermsdorf. Vom Haltepunkt "Zum Erbgericht" sind es knapp 1,5 km ansteigende Fußstrecke bis zur Buchenparkhalle.

Es ist unüblich, eine Wanderung mit dem Hinweis einer Einkehr zur beginnen. Die empfohlene Runde jedoch bietet unterwegs mit der Rindenhütte an der Oberen Schleuse nur einen rustikalen Imbiss, der auch nur während der Fährzeiten - also April bis Oktober - geöffnet hat. Die Buchenparkhalle am Startpunkt selbst ist somit die einzige Gaststätte.

Vom Parkplatz an der Buchenparkhalle aus führt die Strecke parallel zur Kleingartenanlage (blaue Markierung) in südöstliche Richtung, bis nach einem knappen Kilometer, kurz nach Überschreitung des höchstens Punktes, an einer Wanderhütte die Ausschilderung links ins Tal weist. Zweimal kreuzt der Pfad die Forststraße, die in weit ausholenden Serpentinen den Hang schneidet, dann leiten die letzten steilen Meter ins Tal der Kirnitzsch hinab.

Die Bootstation der Oberen Schleuse ist bereits erreicht.

Die folgenden ca. 700m können sie entweder über den Wanderweg, der stets oberhalb der Schlucht verläuft, zurück legen oder sie wählen die Kahnfahrt, die ca. 20 Minuten zzgl. der Wartezeit beansprucht. Feste Fährzeiten gibt es nicht wirklich, der Kahn legt ab, wenn er voll ist oder keine weiteren Passagiere zu erwarten sind.

Auch ohne Bootsfahrt lohnt sich der Abstieg vom Wanderweg zur Staustufe am Ende der Kahnpartie - der Einblick in die schmale Schlucht der Kirnitzsch ist sehenswert.

Nur wenig weiter flussab erreichen sie den Abzweig am Hermannseck. Die Wanderung folgt zwar weiter der blauen Markierung, aber dennoch sei ihnen der Aufstieg zur oberhalb gelegenen Schlegelhütte und Aussicht empfohlen. Für den Aufstieg bietet sich der - in Wanderrichtung - zweite Weg an, der über eine lange Treppenkonstruktion durch eine künstlich erweiterte Felsspalte führt. Zu viele Pfunde sollte man aber nicht auf der Hüfte haben und auch ein größerer Rucksack ist dort eher hinderlich.

Eine deutliche Abkürzung der Wanderung ist hier möglich, in dem sie auf der Höhe weiter der roten Markierung folgen. Kurz vor dem Wettinplatz treffen sie wieder auf den in der weiteren Beschreibung gewählten Weg.

Runter wählen sie den bequemen Steig - der enge Aufstieg ist (zurecht) eine Einbahnstraße.

Der blau gekennzeichnete Wanderweg schlängelt sich weiter weit oberhalb des Flusstales am Hang entlang.

In den Anfangsjahren der touristischen Erschließung der Region existierte in der Nähe ein Abstieg zur Kirnitzsch, eine Flussquerung und weiterführend ein Wanderweg durch das so genannte Černá brána (Schwarzes Tor) nach Na Tokáni (Balzhütte). Diese interessante Tour ist leider nicht mehr möglich.

Aber nachdem sich der Weg in einem Taleinschnitt in Richtung Kirnitzsch windet, wird mit der Bärenhöhle eine nicht minder interessante Felsformation passiert.

Der Weg erreicht bald die Talsohle und folgt dem Verlauf der Kirnitzsch flussab. Die Felsen treten zunehmend zurück und der Fluss nutzt den Raum, um sich in zahlreichen Schleifen über die Ebene auszubreiten. Am Grenzübergang Hinterdittersbach ist Anschluss nach Vysoká Lípa, Mezni Louka oder Na Tokáni möglich, aufgrund der Entfernung ist das aber eher als Fahrradtour zu empfehlen.

Ca. 150m weiter weist die Ausschilderung (grüne Markierung) nach rechts. Der Pfad führt nun ansteigend oberhalb der Rabensteine nach Osten. Hin und wieder eröffnen sich Ausblicke über das Tal, bevor der Weg die Abbrüche verlässt und durch den Wald sich zunehmend nach Norden richtet. Am Wettinplatz stoßen sie auf eine breite Forststraße, der sie bergan folgen. Nach der nächsten Rechtskurve führt der Weg links recht steil bergan, bis sie den Abzweig erreichen, an dem sich die Runde schließt. Bis zur Buchenparkhalle ist es noch nur ein knapper Kilometer in bekanntem Terrain.

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