Länge 10 km
Dauer 3h
Anspruch Normal, 355 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Götzinger Höhle
Aussichten Rauenstein (mehrere), Bärensteine (mehrere)
Einkehrmöglichkeit Rauenstein, Naundorf (mehrere)
Anfahrt Auto, S-Bahn

Selbst die Vordere Sächsische Schweiz bietet Ecken, die vom Massenandrang verschont bleiben. Ist an den Stiegen des Rauensteins in der Saison noch Stau denkbar, herrscht Einsamkeit am Großen Bärenstein. Und wem ist schon die Riegelhofstiege ein Begriff?

Die Nähe zum Bahnhof kürt die Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Favoriten.

Dennoch Hinweise für den Pkw-Touristen:

Stadt Wehlen ist wegen fehlender Parkplätze als Ausgangspunkt nicht zu empfehlen. Naundorf jedoch bietet reichlich Abstellflächen, von wo aus die vorgeschlagene Strecke mit einem knappen Kilometer Fußmarsch im Bereich des Großen Bärensteins erreicht werden kann. Der Rauenstein ist von Weißig (großer Parkplatz 500m nach Ortseingang) aus schnell anzulaufen. Der Beginn am Kleinen Bärenstein ist nach Wegfall des kleinen Parkplatzes unterhalb des Thürmsdorfer Steins keine Option mehr.

Startend am Bahnhof Stadt Wehlen folgen sie dem Radweg in Richtung Rathen (östlich). Nur 50m nach dem Bahnübergang geht es rechts einen langen Anstieg hinauf. Da zunächst der Große Bärenstein angelaufen werden soll, laufen sie die bald erreichte Robert-Sterl-Straße nach links bis zur ersten Kurve. Rechts führt der Wanderweg zunächst über freies Feld und später in den Wald hinein. Ab Waldeintritt sind es ca. 300m bis rechts der Zustieg zu den Kletterfelsen im Riegelhof führt. Ausgeschildert ist es nicht, aber die Zustiegszeichen an den Bäumen sind gut zu erkennen.

Der Anstieg führt in einen Felskessel hinein, an dessem Ende die Riegelhofstiege einen Ausstieg nach oben ermöglicht. Gleich die ersten Meter stellen den Scharfrichter dar: Wer die schafft, kommt gut nach oben, auch wenn im weiteren Verlauf die Stufenhöhe die Normhöhe oft weit überschreitet. Ausgesetzt wird es nie. Geschlagene Stufen erleichtern die "schwersten" Stellen. Eine Umgehung ist möglich, indem sie vor Beginn des Felskessels dem markantesten Pfad rechter Hand stets bergan folgen und sich im kleinen Sattel nach links orientieren.

Der start zerklüftete Große Bärenstein bietet mehrere Aussichten in südliche (Kleiner Bärenstein), östliche (Rauenstein bis Königstein) und nördliche (Wehlen) Richtungen. Da das Terrain nicht sonderlich weitläufig ist, verlängert der Besuch aller Punkte die Wanderung nur unwesentlich. Mit etwas Orientierungssinn können die Pfade, die kurze Kletterstellen aufweisen, vermieden werden.

Der flache Abstieg in westliche Richtung ist mit ein wenig Inuition nicht zu verfehlen, sobald sie den markierten Wanderweg (roter Strich) erreichen, überqueren sie diesen und steigen den schmalen Pfad am Feldrand hinauf. Ein Stück hinter dem Wasserwerk stoßen sie erneut auf die rote Markierung,  der sie allerdings nun nach links folgen - und ca. 600m Strecke einsparen - wenn sie auf den Abstecher zur Götzinger-Höhle verzichten möchten.

Mit Höhlenbesuch (es handelt sich eher um einen Durchgang) geht es erst 20m weiter (am Feldrand) nach links. Dem nach ca. 200m erreichten ersten rechts abzweigenden Pfad folgen sie nur 50m, um dann wiederum am ersten Abweig nach links zu schwenken. Nun bleiben sie immer nahe am Fuße des Massivs, passieren die Höhle bis nach dem Klettergipfel Bärensteinwächter eine Treppe wieder aufs Plateau führt.

Zweifach rechtshaltend ist der Aufstieg zur östlichen Aussicht am Kleinen Bärenstein, der mit 328m den "großen Bruder" um 4m überragt, nicht zu verfehlen. Sie sollten den kleinen Aufstieg unbedingt auf sich nehmen, auch wenn die Bäume die Sicht etwas einschränken, ist der Blick in Richtung Lilienstein und Festung einzigartig und vom Podest des einstigen Gasthauses aus immer noch lohnend.

Nach dem Abstecher steigen sie zum letzten Abzweig zurück und wählen linkerhand den Abstieg, der zunächst durch einen Durchschlupf und dann am Fuße des Thürmsdorfer Steins entlang führt, um anschließend durch den Wald zu leiten. Am ehenmaligen kleinen Parkplatz folgen sie links dem breiten Forstweg, der nach knapp 400m auf den rot markierten Wanderweg trifft. Hier geht es rechts weiter. Im weiteren Verlauf wechselt häufig die Richtung, die gute Ausschilderung erleichtert die Wegfindung. Unterhalb des Rauensteins geht es nach rechts zum östlichen Ausläufer des Steins.

Eine lange Treppenanlage leitet hinter dem ersten Felssporn hinauf. Der Aussicht an der Berggaststätte Rauenstein sollten sie auf jeden Fall einen Besuch abstatten: Bastei, Schrammsteine und nahezu alle Tafelberge sind von dort perfekt zu sehen.

Der Rauensteinweg (Kammweg), vom Gebirgsverein im Jahre 1896 eröffnet, führt in stetem Auf und Ab nach Westen, Eisenleitern gestalten schmale Schluchten für den Wanderer begehbar. Die exponierten Passagen sind durch Geländer ausreichend gesichtert, lohnende Aussichten in Richtung Basteigebiet und Bärensteine werden mehrfach passiert.

Unmittelbar vor Wehlen fällt das Gelände immer stärker ab. Die Ausschilderung weist nach links und führt zur Straße, der sie zum Ausgangspunkt folgen können. Allerdings könnten sie an der Stelle, an der der Weg nach links abzweigt, rechts die Serpentinen zum Elberadweg absteigen um diesen nach links bis in die Senke zu begehen. Rechts geht es unter dem Bahndamm hindurch, dem sie nun auf ruhiger Anwohnerstraße bis zum Bahnhof folgen.

 

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