Länge 13,5 km (ohne Teufelsgrund verkürzt sich die Distanz um 3 km, ohne Bernhardstein um 1,5 km)
Dauer 4-5 h (für ein ausgiebiges Erkunden des Labyrinths muss mind. 1 Stunde zusätzlich gerechnet werden
Anspruch Anspruchsvoll, 330 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Labyrinth, Teufelsgrund, Bärs Grund
Aussichten Bernhardstein, Panoramablick, Stelzchen, Spanghorn
Einkehrmöglichkeit Leider existiert keine (mehr) im Verlauf der Wanderung.
Anfahrt Pkw

Das steinerne Labyrinth ist mit Abstand das bekannteste Ziel in den Nikolsdorfer Wänden. Der alleinige Besuch ist garantiert lohnend aber als Wanderung arg kurz. Deshalb führt die Runde weiter zum unbekanntesten Tafelberg der Sächsischen Schweiz, dem Bernhardstein. Und wem sind schon die Aussichten am Stelzchen und Spanghorn geläufig?

Auch Nikolsdorf liegt nicht am Ende der Welt und dennoch ist der Fahrplan des öffentlichen Nahverkehrs arg ausgedünnt (Linie 246). Eine vor allem für den Rückweg zeitlich planbare Option ist daher, die Wanderung in Königstein enden oder gar starten zu lassen. Empfehlungen zweier Strecken finden sie auf folgender Seite.

Ausgangspunkt der Wanderung soll der Parkplatz am Abzweig der Dorfstraße in Nikolsdorf - einem Ortsteil von Leupoldishain und Namenspatron des Gebietes - sein. Folgen sie kurz der Hauptstraße östlich bergab, bis rechts ein Weg durch eine kleine Talsenke (Leupoldishainer Bach) führt. Bleiben sie auf dem zunächst frisch geschotterten Weg, der am Waldrand strikt nach Süden führt - den Rundwanderweg "Labyrinth" (grüner Punkt mit einem 'L' ergänzt) kürzen sie somit ab und stoßen nach ca. 1 km erneut auf selbigen.

Geradeaus geht es weiter. Die grüne Ausschilderung führt in weitem Bogen westlich am Labyrinth vorüber, um sich diesem von Süden her zu nähern. Da der Bernhardstein ein Ziel der Wanderung ist, sollten sie nach ca. 700m einem Abzweig (deutlich sichtbarer Pfad oder alternativ  70m weiter den asphaltierten Weg) nach links folgen. Nach 150m treffen sie wiederum auf den grünen Punkt; gerade aus (nicht links!) erreichen sie nach weiteren 400m den "üblichen" Zugang zum Labyrinth.

Die empfohlene Runde durch das verblockte Felsrevier gibt die Nummerierung (00-28) vor, wobei "00", ein mathematischer Fauxpas, erst im späteren Verlauf durchschritten wird. Klettertechnisch stellen nur die schmalen Durchstiege zu Beginn und zum Abschluss eine Herausforderung dar. Östlich (aus Richtung Zugang betrachtet) können diese leicht umgangen werden.

Das Revier verlassen sie am besten vor dem Durchstieg mit der Nummer 28 über die Stufen in südöstliche Richtung. Den breiten Forstweg überqueren sie. Der Weg beschreibt nun eine lang gezogene Rechtskurve, bis es nach ca. 350m scharf links bergauf weiter geht. Im weiteren Verlauf ist der Bernhardstein ausgeschildert.

Vom unscheinbaren Tafelberg, dessen felsige Flanken durch den Baumbestand vollständig verborgen sind, eröffnet sich ein weiter Blick in nördliche bis südöstliche Richtung.

Östlich folgen sie der langen Treppe bergab, bis der erste Abzweig (weiterhin blaue Markierung) nach links weist. Im weiteren Verlauf erreichen sie erneut den Fuß des Labyrinths, über den sie selbiges vorab betraten. Nun geht es rechts den bereits bekannten Weg 400m zurück; hier folgen sie dem grünen Punkt rechts hinauf auf den Höhenzug der Nikolsdorfer Wände.

Auf der Anhöhe sind es etwa 300m bis links ein Schild den kurzen Zustieg zum Wolfsgrundwächter weist, einem ehemaligen Klettergipfel, dessen Umgebung als Abraumhalde der Wismut genutzt wurde und von dem heute nur noch der Aufbau aus dem Boden ragt.

Weiter geht es über die grün markierte Forststraße bis der Wanderweg nach links in Bärs Grund weist. Bei guter Sicht sollten sie noch weitere 100m auf dem Forstweg bleiben: die Panoramaaussicht kann der am Bernhardstein zwar nicht das Wasser reichen, dafür ist sie ohne Aufwand zu erreichen.

In Bärs Grund tauchen sie wieder ein in ein idyllisches Kleinod der Nikolsdorfer Wände. Die Naturbühne, die zu Hochzeiten des Uranbergbaus mit 1200 Plätzen errichtet wurde, wird heute kaum noch genutzt. Leicht abfallend führt der Wanderweg durch den Grund. An der Promenade wählen sie den rechtesten Abzweig (nach links ist der Ausgangspunkt der Wanderung nur 600m entfernt). Er führt um das Massiv herum und auf gegenüberliegender Seite, weniger Schritte die Straße hinauf, erreichen sie den Zustieg zum Stelzchen, das weniger aufgrund der Aussicht als wegen des Ambientes den Aufstieg über Stufen und eine kurze Leiter lohnt.

Zurück auf der Straße laufen sie diese gut 200m bergab bis in der Linkskurve rechts der Weg nach Stadt Königstein ausgezeichnet ist (blauer Punkt). Dem Pfad folgen sie talwärts, überqueren die Straße und wählen nun den breiten Forstweg der Hirschstange, der fast ebenmäßig am Hang entlangt führt.

Der Abzweig zum Spanghorn wird nach 400m erreicht. Falls Kondition und Motivation noch ausreichend bemessen sind, sollten sie auf den Abstecher zum Teufelsgrund nicht verzichten. Dass sich hier eine derartig wilde Schlucht verbirgt, glaubt man erst, wenn man diese tatsächlich betritt. Laufen sie die Hirschstange immer weiter, bis links endlich der Grund ausgewiesen ist.

Sollten sie vor freiem Feld mit Blick auf die Festung stehen, so haben sie den Abzweig verpasst. Versuchen sie ca. 250m zurück erneut ihr Glück!

Der leider etwas kurze Grund beginnt etwa 200m oberhalb des Abzweigs. Eine Steilstufe versperrt den Zugang zum (schmalen) oberen Teil, linkerhand führen Stufen aus dem Grund. Ein Forstweg führt sie nach links zurück zur Hirschstange. Rechts geht es zurück zum Abzweig Spanghorn und über Treppen, zuletzt eine kurze Leiter auf den Aussichtspunkt, dessen Aussicht leider arg verwachsen ist. Ein Sporn mit freiem Blick zur Festung befindet sich weiter westlich, allerdings führen nur unscheinbare Pfade zu diesem.

Vom Spanghorn aus halten sie sich auf den Pfadspuren (blauer Punkt) stets nahe der südlichen Abbrüche, die "kritischen" Stellen sind durch Absperrungen geschützt. Etwa 700 m sind es, bis die Ausschilderung ins Tal weist. Steigen sie etwa 100m ab. Rechts mündet der Weg in eine Anwohnerstraße, über die sie (fast) bis zum Ausgangspunkt der Runde gelangen.

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