bergpfade 5 20150509 1527820179

Der 1379 erstmals erwähnte Winterstein, auch unter dem Namen "Hinteres Raubschloss" bekannt, gilt als die älteste Burgstätte der hinteren Sächsischen Schweiz. Zunächst als Außenposten zur böhmischen Krone gehörend, ist ab 1404 der Marktgraf von Meißen kurzzeitig als Besitzer verbrieft. Der erneute Wechsel in böhmischen Besitz geht mit der Nutzung der Anlage als Raubritternest einher. Um dem Einhalt zu gebieten, erwarb der Sechsstädtebund die Burg vom Besitzer Ritter Johann von Wartenberg und ließ sie 1442 niederreißen. 1452 ging der Stein in kursächsischen Besitz über.

In der Südseite des Berges und im durch Leitern versicherten Aufstieg lassen sich noch heute etliche Falze für Balken erkennen. Eine künstlich erweitere Klufthöhle mit in den Fels gemeißelten Sitzen und viereckiger Bodenvertiefung legt die Nutzung als Raum nahe. Auf dem Plateau findet sich noch eine Mauerrest, eine weitere Höhlung sowie eine größere Zisterne. Fundstücke, wie Pfeilspitzen und Tonscherben bewahrt heute das Heimatmuseum in Sebnitz auf.

Zum Seitenanfang