Die Rathener Fähre

 

 DSC0209(2)

 

Rathen, das den Status Kurort bereits seit 1935 führt, besteht aus dem linkselbigen Ortsteil Oberrathen (Bahnstation) und dem rechtselbigen Unterrathen. Die einzige Verbindung der durch die Elbe getrennten Teile wurde durch Schaluppen gewährleistet, die seit 1800 in einem regelmäßigen Fährdienst eingesetzt wurden. Ab 1816 wurde die Fähre in Pacht gegeben.

1873 installierte man die Gierseilfähre, ein an einem stromaufwärts verankerten Stahlseil befestigtes Schiff, das sich zum Pendeln zwischen den Ufern die Strömung zu Nutze macht. Diese Technik entwickelte der Niederländer Hendrick Heuck aus Nimwegen bereits im 1657. "Gieren" bezeichnet im seemännischen Sprachgebrauch eine Drehung um die Hochachse, hervorgerufen (an Flüssen) durch die Strömung.

Die Rathener Gierseilfähre ist die letzte ihrer Art an der Oberelbe. Weitere Fähren dieser Bauart in Schmilka, Krippen, Königstein und Wehlen wurden inzwischen durch Motorfähren ersetzt.

 

Zum Seitenanfang